Ich musst doch etwas stutzen, als ein Kommilitone in Mathe, nur eine Reihe vor mir, auf meinem Handy zu tippen begann, mit meinem Notebook auf den Knien.
Dann kam der Bling!-Moment. Na klar, er hatte nur das gleiche Equipment (später haben wir noch abgefahrene andere Gemeinsamkeiten entdecken können).
Doch in einem war er mir weit voraus. Mein Mac war bis eben in grau/schwarzes Neopren gekleidet gewesen. Seiner in edlen Filz.

Jetzt schläft auch meiner in einem “Hirsch&Söhne” Schlafanzug, handgenäht von meinen (wohlgemerkt BWL!) Kommilitonen.
Zu Beginn war es noch etwas irritierend, dass die Menschen nicht mehr auf den Mac (ist in der Uni aber auch nichts besonderes mehr, da hat jeder einen, nerv!) sondern auf die schöne Hülle schauten.

Aber lassen wir ihn mal zu Wort kommen. Mein Mac nach einer Woche im “Hirsch&Söhne” PJ:
“Moin ihr Notebook-Geschwister,
möchte es nicht mehr missen, in Filz zu schlafen und genieße es, nichteinmal mehr aufzuwachen, wenn Bene mit mir Rad fährt.
Mein liebster Moment ist das Aufwachen. Es wird nicht etwa ein schnöder Reißverschluss geöffnet. Ich werde auf den Tisch gelegt, die Lasche wird vor mir aufgeklappt und ich kann aus meinen PJ gleiten.
Mir hat Steve Jobs die kleinen Füße geklaut, doch jetzt kann ich auf meiner Hülle liegen und muss mich nicht mehr mit jedem x-beliebigen Tisch begnügen.
Ich hatte Bene verboten darüber zu bloggen, weil ich nicht wollte, dass alle anfangen diese Hülle zu tragen. Er brauchte aber ein Thema und um extra abzustürzen, war er heute zu gut zu mir.”

PS NEIN, sonst rede ich nicht mit meinem Mac
PPS im Zuge der neuen Tasche habe ich erfahren, dass man sich seit geraumer Zeit zB “Sattler und Feintäschner” nennen darf, ohne diesen Titel durch Gesellen- und Meisterbrief belegen zu müssen. cool